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Seit 2018 widmet sich der LPV-Oberlausitz intensiv dem Schutz der beiden streng geschützten Schmetterlingsarten. Dazu wurden in Gebieten, wo beide Arten vorkommen, Grünflächen durch eine Erstmahd saniert.
Es handelt sich hier um eine Wiese in der Ortslage Deschka, die seit Jahren brach lag. Weiterhin konnte ein Damm bei Ludwigsdorf an der Neiße seit einen knappen Jahrzehnt wieder gepflegt werden.

Großer Wiesenknopf
Für beiden Flächen ist ab dem Jahr 2019 eine regelmäßige, jährliche Pflege geplant. Sie sollen unter den speziellen Lebensraumansprüchen der beiden geschützten Wiesenknopf-Ameisenbläulingarten gemäht werden. Das bedeutet eine Nutzungspause (keine Pflegearbeiten) ab spätestens Mitte Juni bis frühestens Mitte September. In dieser Zeit erfolgt nämlich der Schlupf, die Paarung, Eiablage und Entwicklung der Larven der Schmetterlinge. Dabei sind sie speziell auf den Großen Wiesenknopf (Bild rechts) als Wirtspflanze angewiesen. Nur in die Blütenköpfe dieser Pflanze legen die Tiere ihre Eier und dort entwickeln sich deren Larven. Der Zyklus wird im Spätsommer / Herbst abgeschlossen, wo die Larven durch Ameisen eingesammelt werden und im Nest den Winter und Frühling verbringen. In dieser Zeit ernähren sich die Larven räuberisch von der Ameisenbrut. Nach der Verpuppung erfolgt dann der Schlupf der neuen Schmetterlinge ab frühestens Anfang Juni.


Um den Bestand an Wirtspflanzen vor Ort zu stärken, ist auch die Ansaat von Wiesenknopf für beide Flächen geplant.

Wiese bei Deschka
Damm bei Ludwigsdorf

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